Opferitis Humana

Dieses Video von Veit Lindau beschreibt ein von ihm so genanntes „Virus“ namens „Opferitis Humana“. Er argumentiert, dass dieser Zustand die menschliche Kreativität und Kraft schwächt und zu persönlichen sowie gesellschaftlichen Problemen führen kann.

Das „Opfer-Virus“ manifestiert sich laut Lindau in drei mentalen und emotionalen Gewohnheiten:

  1. Abgabe der Kontrolle: Menschen, die unter diesem „Virus“ leiden, geben die Verantwortung für ihr Leben an äußere Umstände ab. Sie machen andere (Regierung, Partner, Geld, Vergangenheit) für ihre Probleme verantwortlich, anstatt selbst zu handeln. Lindau erklärt, dass dies eine Strategie des Gehirns ist, um Energie zu sparen, da die Übernahme von Verantwortung anstrengend ist.
  2. Fixiertes Mindset: Die zweite Gewohnheit ist das Verharren in einer starren Denkweise, dem sogenannten „fixen Mindset“. Die Person glaubt, dass sie sich nicht ändern kann („So bin ich nun mal“) und lehnt neue Erfahrungen oder das Lernen ab, was zu einer geistigen Degeneration führt. Dem gegenüber steht das „Wachstumsmindset“, das Herausforderungen als Chance zur persönlichen Entwicklung sieht.
  3. Jammern und Empörung: Die dritte Komponente ist eine emotionale Haltung, die sich im ständigen Jammern und Empören suhlt. Lindau sieht darin eine Ersatzbefriedigung für ein unerfülltes Leben. Dieses Verhalten ist für ihn nicht nur ineffektiv, sondern auch ansteckend, da Opfer-Menschen die Gesellschaft anderer „Opfer“ suchen, die ihre Haltung bestätigen.

Um diesem „Virus“ entgegenzuwirken, schlägt Lindau folgende Schritte vor:

  • Hör auf zu jammern: Die Empörung muss durch die Frage ersetzt werden, wie man selbst zu einer Lösung beitragen kann.
  • Hole die Kontrolle zurück: Man soll den Fokus auf das lenken, was man selbst beeinflussen kann.
  • Bejahe Wachstum: Das Leben soll als eine kontinuierliche Chance zur persönlichen Entwicklung verstanden werden.
  • Übernehme Verantwortung im Umfeld: Man soll mit dem eigenen Verhalten eine positive Wirkung auf andere haben und sich von Menschen distanzieren, die sich im „Opfer-Virus“ befinden.