Vom Brett zum Segel

Heilungserfahrung für innere Weite“ von Lea Hamann

Herausfordernde Erfahrungen speichern wir oftmals in unserem Körper ab, ähnlich als würde man Kisten in einen Schrank packen. Mit der Zeit wird der Schrank immer voller. Die Spannung steigt!

In unserem Körper gibt es mehrere waagerechte Flächen, die wir oftmals dazu benutzen, um dort Spannungen abzulegen. Wir gehen damit um, als wären das Regalbretter im Körperschrank und stellen unsere unerlösten Erfahrungen dort ab. Je mehr Trauma im Körper gespeichert ist, umso steifer und unbeweglicher werden diese Flächen.

Damit unsere Lebensenergie frei fließen kann, sollte unser Zwerchfell frei schwingen können, wie ein Segel im Wind. Dein Atem möchte das Zwerchfell bei jedem Atemzug behutsam in Bewegung bringen und diese heilsame Bewegung darf sich auf alle Organe im Bauchraum übertragen und dafür sorgen, dass sie behutsam gewiegt werden.
 

Hauptthemen und Inhalte der Meditation

  1. Einstimmung und Ankommen: Lea beginnt mit einer kurzen Einstimmung, in der sie die Atmosphäre in ihrem Zimmer beschreibt (Duft von fermentiertem Gemüse) und die Teilnehmer dazu ermutigt, sich zu entspannen und im Moment anzukommen. Sie lädt dazu ein, den Trubel der Außenwelt hinter sich zu lassen und in eine „weiche, heilige, heilsame Energie“ einzutauchen.
  2. Theoretisches Konzept – Die horizontalen Flächen:
    • Der Körper im Fluss: Der menschliche Körper und das Energiefeld streben immer nach Fluss, Bewegung und Lebendigkeit. Stress und herausfordernde Erfahrungen führen zu inneren Verhärtungen und Blockaden, die diesen Fluss behindern.
    • Die „Segel im Wind“: Eine Osteopathin vergleicht die horizontalen Flächen des Körpers (wie das Zwerchfell) mit Segeln im Wind. Diese sollten sich mit jedem Atemzug bewegen und eine heilende „Ur-Bewegung“ im Körper auslösen, die auch die Organe massiert und ihre Gesundheit unterstützt.
    • Vom „Regalbrett“ zum „Segel“: In Stresssituationen werden diese horizontalen Ebenen oft zu starren „Regalbrettern“ oder „Betonschichten“, auf denen sich Spannungen und Sorgen ablagern. Ziel der Übung ist es, diese Verhärtungen aufzulösen.
  3. Die Heilungserfahrung (praktische Übung): Die Übung ist darauf ausgerichtet, „Geschenke“ in Form von heilsamer Energie (z. B. Wärme, Licht, Wasser) an diese horizontalen Ebenen zu senden. Die Übung geht von oben nach unten durch den Körper:
    • Tentorium (unter dem Gehirn): Eine Membran, die unser Gehirn wie ein Trampolin abfedert.
    • Schultergürtel: Die waagerechten Flächen im Schulter- und Schlüsselbeinbereich, die sich oft durch Stress verengen.
    • Zwerchfell: Die große, zentrale Muskelfläche, die bei Angst oder Schreck verspannt.
    • Beckenboden: Eine Schale, die die unteren Organe trägt und bei Stress oft hart wird.
    • Knie und Füße: Auch in diesen Bereichen gibt es waagerechte Elemente, die sich entspannen sollen.

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